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> News > Die Tennis-Ostliga 2010 – eine erste Bilanz  

vom 15. Juli 2010

Die Vereine der fünf Ostliga-Verbände haben die diesjährigen Mannschaftswettkämpfe mit Spannung erwartet.

Die Vereine, die aus der alten Regionalliga Ost nicht in die neue Regionalliga Nord-Ost aufgestiegen oder - in den unteren Rängen - einem Abstieg in ihre jeweilige höchste Verbandsklasse entronnen waren, konnten der gegenüber der Regionalliga-Ost kaum veränderten neuen Liga gelassen entgegensehen. Anders natürlich bei den vielen neuen, in die neue Spielklasse aufgenommenen Mannschaften, die sich nicht nur auf einem höheren Aufwand an Zeit und Geld, sondern vor allem auf ein neues, höheres Spielniveau einstellen mussten. Rein organisatorisch verlief die erste Spielzeit der Ostliga reibungslos und brachte den Mannschaften interessante und anregende Begegnungen.

Der TVVB war mit seinen Mannschaften in der Ostliga sehr erfolgreich (s. Übersicht), obgleich seine stärksten Mannschaften (pro Altersklasse jeweils 2-3) in die Regionalliga Nord-Ost „aus“gegliedert worden waren. Unsere Vereine stellen in 8 von 11 Altersklassen den Ostligameister und in 10 von 11 Altersklassen den Vizemeister, zwei Meisterschaften gingen an Mecklenburg-Vorpommern (Herren, Herren 50), eine Meisterschaft an Sachsen (Damen) und eine Vizemeisterschaft an Sachsen-Anhalt (Damen 50). Der TC Blau-Weiß Dresden Blasewitz bei den Damen und der TC Blau-Weiß Ahlbeck bei den Herren stellten 2010 in voller Besetzung die stärksten Teams und unterstrichen damit ihre Ambitionen auf einen Aufstieg in die Regionalliga SO bzw. NO. In einigen Wochen wird im Überkreuz-Vergleich der Meister und Vizemeister der Ost- und Nordliga über den Aufstieg in die Regionalliga NO entschieden, danach wird man die Relation zwischen den Spielniveaus der Nord- und Ostliga besser einschätzen können.

Übersicht: Ostligameister, Vizemeister und Absteiger

Meister/Vizemeister

Damen: BW Dresden-Blasewitz / SC Brandenburg
Damen 30: Rot-Weiß Neukölln / 1899 Blau-Weiss
Damen 40: Friedrichshagen / Berliner Bären
Damen 50:Zehlendorfer Wespen / USV Halle
Herren: Blau-Weiß Ahlbeck / Blau-Gold Steglitz
Herren 30: BSV 92 / 1899 Blau-Weiss
Herren 40: TC Tiergarten / Weiße B. Wannsee
Herren 50: Blau-Weiß Rostock / Lichtenrade Weiß-Gelb
Herren 55: Steglitzer TK / Lichterfelde 77
Herren 60: VfL Tegel / B.T.T.C.
Herren 65: TV Frohnau / BSV 92

Absteiger

Damen: Chemnitzer TC Küchwald, TC Magdeburg, Erfurter TC RW
Damen 30: Berliner Bären, Dahlemer TC
Damen 40: Grunnewald TC
Damen 50: TC SCC
Herren: ARTC Rostock, Chemnitzer TC Küchwald, TC Magdeburg
Herren 30: Leipziger SC, TC Neustrelitz, USV Jena, BSV Radebeul
Herren 40: Halberstadt, MTC Germania, Sandanger Halle, TC Erfurt 93
Herren 50: Erbisdorf, Grevesmühlen, BW Eisenach, Elsterwerda
Herren 55: TC Heiligensee, TC Tiergarten, Bad Blankenburg
Herren 60: TC SCC, GW Lankwitz, TC Sandanger Halle, Steglitzer TK
Herren 65: Potsdamer TC RW, MTC Germania, ATV Leipzig

In der Gruppe der Meister und Vizemeister findet man ganz überwiegend die Vereine wieder, die bei der Auflösung der Regionalliga-Ost im Jahre 2009 hinter den Aufsteigern in die Regionalligen positioniert und nicht abstiegsgefährdet oder in der TVBB-Meisterschaftsklasse 2009 vorn positioniert waren.

Zu der Gruppe der 32 regulären Absteiger gehören 11 TVBB-Mannschaften und 21 aus den vier weiteren Landesverbänden. Die absteigenden Mannschaften sind zum einen solche (ca. 10 Vereine), die bereits in der Regionalliga-Ost 2009 abstiegsgefährdet oder nach den damaligen Regeln bereits Absteiger waren. Sonst sind es vielfach Vereine, die ohne Qualifikationsspiele auf Vorschlag der Verbände in die Ostliga aufgenommen wurden und denen es nur zum Teil gelang, sich in der Ostliga 2010 zu etablieren. Die Anzahl der Absteiger wird sich noch erhöhen: Aus der Regionalliga Nord-Ost steigen nämlich von den 39 Mannschaften des TVBB und Sachsen-Anhalts 14 Mannschaften, aus der Regionalliga Süd-Ost 8 von 12 Mannschaften Sachsens und Thüringens in die Ostliga ab, was durch eine entsprechende Zahl von Aufsteigern in die Regionalligen sehr wahrscheinlich nicht kompensiert werden wird.

Erfreulicherweise haben die Vereine der Ostliga – die Konkurrenzen der Damen und Herren sind hier allerdings auszunehmen – in dieser Spielzeit insgesamt nur in untergeordnetem Maße auf auswärtige Spieler zurückgegriffen. Bei einem Vergleich der Anzahl der Einsätze ausländischer Aktiver liegt bei den Damen Biederitz (24) vor Küchwald (21), Dresden (20) und Magdeburg (14), bei den Herren Ahlbeck (39) vor Reichenbach (34) und Küchwald (16). Sieht man einmal von den Vereinen mit Aufstiegsambitionen ab, so sind die genannten Zahlen – die sich auch in einigen Einzelfällen in anderen Alterklassen wiederfinden - wohl zumeist Ausdruck einer zu dünnen eigenen Spielerdecke. In diesen Fällen wäre es sicher einer Überlegung wert, ob man in der die höchsten Spielklasse auf Landesebene nicht besser aufgehoben wären als in einer überregionalen Konkurrenz!

Dieter Rewicki

(Felix Rewicki / Letzte Änderung 15.07.2010 11:31)

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